Lindner Coupè – DDR Porsche

Wann:
12. Mai 2017 – 30. September 2017 ganztägig
2017-05-12T00:00:00+02:00
2017-10-01T00:00:00+02:00
Preis:
Tagesticket

„Jetzt rollt er wieder – Lindner Coupè – DDR Porsche“

Von der Karosserie aus Holz zum Sportwagen

In den 50er Jahren sorgten die Zwillingsbrüder Reimann mit ihrem Nachbau für enormes Aufsehen. Sie schraubten sich in der DDR heimlich ihren eigenen Porsche zusammen.  Aus der Bodenplatte eines alten Kübelwagens, diversen Motorteilen aus Hinterhöfen und einer von der Lindner-Werkstatt in Mohorn bei Dresden gebauten Karosserie aus Holz verwirklichten sie ihren sportlichen Traumwagen.

Mit falschen Zollkennzeichen und geteilten Führerschein reisten sie durch die Lande. In Stuttgart beeindruckten sie Ferry Porsche so sehr, dass er Teile spendierte um aus dem 1100er-Käfer-Motor ein 356er Triebwerk zu machen. In Rom und Paris staunten die Damen über das 130 Stundenkilometer schnelle Gefährt. 1961 landeten die Brüder allerdings im Berliner Stasi-Knast. Als sie rauskamen, war ihr Porsche weg.

„Es ist ein Wunder, dass so ein Wagen wieder aufgetaucht ist“

Buchautor und Hobbyschrauber Alexander Fritz, Wien, kaufte sich 2011 „aus Versehen“ einen der insgesamt 13 DDR-Porsche-Nachbauten in schrottreifem Zustand. Er forschte nach der Herkunft des Wagens und stieß dabei auf die beiden Fahrzeugbaustudenten der TU Dresden – die Reimann Brüder.

Nach der gemeinsamen Restaurierung „rollt er wieder“ und wird nun in einer einzigartigen Ausstellung im fahr(T)raum Mattsee, Österreich gezeigt.

(Buch: Lindner Coupè – DDR Porsche aus Dresden, Alexander Diego Fritz, Wien, 2016, Verlag Brüder Hollinek)